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Rude Connection Diary 1

29. August 2010 · 1 Kommentar

Auf vielfachen Wunsch, hier ein kleines „Dairy“ von unserer Japanreise.
Es ist der erste Teil und wir werden das in loser Reihenfolge fortfĂĽhren und erweitern…

Gestartet sind wir am 4. August vom Stuttgarter Hauptbahnhof aus, der damals noch an einem StĂĽck war.

abfahrt

Der ICE hat uns dann nach Frankfurt gebracht und spät abends gings los mit Japan Airways in Richtung Tokyo, wo wir elfeinhalb Stunden später landeten, um weitere 2 Stunden auf unseren Flieger nach Nagoya zu warten. Wir haben uns die Zeit mit etwas Asahi, einem sehr trinkbaren japanischen Bier, und mit Oles Mini-PA am IPod verkürzt.
Netterweise hatte uns die Dame von Japan Airways den Flug nach Nagoya upgegraded und so verbrachten wir die eineinhalb Stunden in komfortablen Liegesesseln, die wir uns natĂĽrlich lieber fĂĽr den Flug Frankfurt-Tokyo gewĂĽnscht hätten – aber man soll ja nicht undankbar sein ;o)
In Nagoya angekommen (5.8.) wurden wir von unseren Freunden, den Spymaker empfangen, die uns fĂĽrderhin so liebevoll durch unser Japanprogramm fĂĽhrten, wie man es sich nur wĂĽnschen kann!

Als wir nach einem kleinen Umweg ĂĽber „Lawson“ (einem Conveniencestore, der 24 Stunden geöffnet hat und der bei uns irgendwann nur noch „Bier-Mösel-Lawson“ hieĂź)  im „Hotel Daiki“ ankamen, war an Schlaf nicht zu denken! Wir wurden erstmal reich beschenkt: FĂĽr die Damen der Crew gabs von Daikis Mutter je einen Jukata, eine  Art „Sommerkimono“ und fĂĽr die Buben das männliche Pendant. Und wir feierten das Wiedersehen gebĂĽhrend!

jukata

Am nächsten Morgen (6.8.) gabs dann mal ein wenig Schlaf, natürlich bei eingeschalteter AirCon, denn Japan hatte uns mit 35 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit empfangen. Herb!
Kaffee ist in Japan in warmen Zustand nur schwer zu bekommen – am ehesten noch bei amerikanischen Ketten :o( – aber kalt gibts ihn an jeder StraĂźenkreuzung aus dem Getränkeautomat und in Dosen – ab und an ein echter Lifesaver!

automat

Dazu ne „Reisbemme“ und der Tag kann kommen! Dieser brachte fĂĽr uns noch keinen Gig, aber einen mehr als interessanten Besuch im Kalligraphiemuseum von Nagoya. Dort gibt es unglaublich schöne und alte Handschriften zu bestaunen. Leider sind die Beschreibungen in den Museen in der Regel auf japanisch. Wir haben aber trotzdem unsere Unterschriften im Gästebuch in „westlicher“ Kalligraphie hinterlassen ;o)

Am Abend trafen wir dann alle „Spymaker-members“ in einem Irishpub im Separee. Das war unsere offizielle Willkommensparty bei, natĂĽrlich, Sushi und Bier!!!

sushibeer

Wir hatten gelinde gesagt sehr viel Spaß an diesem Abend und unsere Lachmuskeln hatten noch Tage danach mit dem Muskelkater zu kämpfen!
Am Samstag, den 6. August gings dann recht früh und nach zu wenig Schlaf gen Osaka.

osaka

Unser erster Gig bei dieser Tour stand im „Rockrider“ an, einem kleinen aber sehr feinen Club im Herzen Osakas. Wie in Japan offensichtlich ĂĽblich, waren fĂĽr den Abend 4 Bands und DJs am Start.
Und da waren sie wieder: Die unglaublich netten japanischen Musiker! Es ist immer ein tolles, kollegiales Miteinander. Der Backstage-Bereich hatte (wie fast immer) Schuhschachtelcharakter: Instrumentenkoffer rein – Raum voll ;o).

Der japanische Soundcheck ist kurz und knackig: „bassdrum, please“ … bumm…bumm…“thank you!“ „Arigato gozaimaaaaaaaaas!“. Aufgrund der Tatsache, dass jeder Club eine Hausanlage, einen Haustechniker und eine feste(!) Backline hat, habens die Mischer recht leicht und es klingt meistens super! Ist auch recht angenehm bei vier Soundchecks hintereinander…
Die Bands des Abends: Die „Rude Stompers„, eine klasse Ska-Band aus Osaka, die „Jug-a-billy-cats„, eine super Bluegrass-Country-Ska-Band, ebenfalls  aus Osaka (Die Jungs und Mädel haben mal richtig Alarm und SpaĂź gemacht) dann unsere Freunde von „The Spymaker“ und schlieĂźlich wir.
Das Publikum war in Partylaune!
Die Showtime ist immer recht kurz, so zwischen einer dreiviertel Stunde und einer Stunde pro Band. Das ist fĂĽr uns richtig ungewohnt. So hatten wir aber die Möglichkeit ab und zu ein ganz anderes Set zu spielen, was auch SpaĂź gemacht hat. FĂĽr die Pausenmusik hat „DJ Take“ gesorgt. Ihn kannten wir schon von der letzten Tour und er ist in Osaka ne echte Nummer was Ska anbelangt. AuĂźerdem ist er verdammt nett!
Hier ein Foto mit Take im Hintergrund und den Jug-a-billy-cats im Vordergrund…

jugabillycats

Ein schöner Brauch unter Nippons Musikern ist es nach dem Konzert eine große Sause mit allem Beteiligten zu feiern! Meist mit lecker japanischem Essen wie Tempura, gegrilltem Fisch, Bohnen, japanischem Salat und natürlich mit Sushi und jeder Menge Asahi-Bier.

Die darauffolgende Nacht war sehr speziell: Ăśbernachtung im „Kapselhotel“. Hier hat jeder eine kleine „Schlafhöhle“ fĂĽr sich; Einer Bienenwabe vergleichbar! Das Ding fĂĽhlt sich an wie eine Art Plastiksarg. Ein echtes Erlebnis, wenngleich die Hauptsache, nämlich der Schalf, ein wenig zu kurz kam…

So, das war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich! ;o)

Tags: japan_dairy · News

1 Kommentar bisher ↓

  • 1 Holger // Sep 8, 2010 um 9:23

    Ich geh mal davon aus, dass wir euch beim nächsten Gig in den Kimonos sehen… ;)

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