So, jetzt hat’s aber wieder gedauert…
Fast schon zu lange her, dennoch kommt hier Teil #4 unseres Japanberichts…
Wir schreiben Mittwoch, den zehnten August 2010.
Nach viel zu wenig Schlaf waren wir zum FrĂĽhstĂĽck eingeladen bei „Mos Burger“ ; das ist eine japanische Burger-Kette, die weitaus bessere Burger macht, als alles was man so in den ĂĽblichen amerikanischen Burgernbuden verkauft.
Der Chef dieses „Mos Burger“-Restaurant ist ein alter Schulfreund von unserem Daiki und er hat uns empfangen, als wären auch wir alte Freunde. Japanische Gastfreundschaft eben!
An diesem Tag stand unser erstes Konzert in Nagoya, der Heimatstadt der Spymaker an. Das „Daytrive“ ist im dritten Stock eines Geschäfthauses in Nagoya beheimatet. Das Prinzip: Einmal bezahlen, 5 (!) Bands sehen, bestes Ska-DJ-ing von DJane Leo, trinken und essen soviel man möchte. Die Nu Sports als „All-Inclusive-Band“ ;o))
DJane Leo, The Spymaker
Die Bands des Abends: „Chaotic Girl Syndrome“ – das ist (wirklich) experimentelle Musik und das nicht zu leise… wie soll ich sagen? Punkjazz vielleicht?
AuĂźerdem eine Punkband, deren Namen mir leider entfallen ist (wird nachgereicht), des weiteren eine klasse Funkband namens „Sticky Jam“, natĂĽrlich die Spymaker und die Sports.
Es war ein langer Abend und es sei zugegeben, daĂź wir schon bessere Konzerte gespielt haben, aber „all inclusive“, eine unterdimensionierte Monitoranlage und die fortgeschrittene Uhrzeit forderten ein bisschen Tribut. Das Publikum hatte aber einen riesen SpaĂź!
Nu Sports und die netten Jungs von „Chaotic Girl Syndrome“
The Spymaker live im Daytrive, Nagoya
In Japan ist alles ein wenig kleiner: Auch die TĂĽren ;o)
Die Nacht war dann mal wieder kurz, und am Donnerstag war für den Morgen eine Besichtigung des Betriebs des ältesten Miso-Hersteller Japans: Hatcho. Miso ist eine Paste, die hauptsächlich aus fermentieten Sojabohnen besteht und die in Japans Küche allgegenwärtig ist. Miso ist sehr gesund und wird zu Miso-Suppe verarbeitet oder als Würzmittel eingesetzt. Fermentiert wird es damals wie heute in großen Holzfässern. Es gibt Studien, die belegen, daß der regelmäßige Verzehr von Miso das Leben deutlich verlängern kann.
Der Geruch des gärendes Soja kommt auf leeren Magen nicht so gut, weshalb wir recht froh waren, nach der Besichtigung fein zum Essen ausgeführt zu werden.
Natürlich war eine Soja-Spezialität angesagt.
Frisch gestärkt gings ab in den Club mit Namen Lahaina. Ein super Club in einem Industriegebiet. Er erinnert ein wenig an das LKA in Stuttgart, ist aber ein bischen kleiner.
Da haben wir auch einen alten Freund aus den Tagen unserer ersten Tour durch Japan wiedergetroffen: Ace-K!
2008 hatte er die gesamte Tour organisiert, uns durch halb Japan chauffiert und uns bemuttert. Wir freuten uns sehr ĂĽber dieses Wiedersehen, denn Ace war eigens aus Tokyo angereist. Wir haben dann auch bei „Kansas“ die BĂĽhne mit ihm geteilt und er hat mit einem sehr charmanten Bluesharp-Solo fĂĽr beste Unterhaltung gesorgt!
Ace-K, Kozmo, Kasparr und Micha
Wieder waren 4 Bands am Start:
Die „Mushrooms“ spielen schottischen Punk’n’Roll mit Akkordeon, Upright-Bass und Dudelsack. Dementsprechend ist der Sänger auch in einen feinen Kilt gewickelt. Was der Japaner unterm Rock trägt wissen wir aber nicht ;o) . Die Mugge ging jedenfalls ordentlich ab! Es war auch unser erster Abend mit den Buben von „D.D.D.“, einer Band aus dem Freundeskreis der Spymaker, die in Japan recht bekannt ist und sehr smoothen Ska spielt. Ebenfalls mit Upright-Slapbass ausgerĂĽstet betreten sie die BĂĽhne nie, bevor der Sänger nicht ordentlich einen im T hat. Das ist wohl sein Markenzeichen und man ist schon erstaunt, wie gut er trotz seines Zustands zu singen vermag!
Und natĂĽrlich rundeten die Spymaker und die Sports den Abend ab.
Zwist und zwei der „Mushrooms„
Es war ein groĂźartiger Abend und eine klasse Feier. Das Publikum ist voll auf seine Kosten gekommen!!!
Draußen hatten wir dann eine Begegnung der dritten Art: Ein VW-Käfer aus dem Jahre 1956. Die zwei Ska- und Deutschlandbegeisterten Insassen wollten unsere Autogramme mit Lackstift auf dem Prachtstück, die wir ihnen aber aus Respekt vor dem alten Gefährt verweigerten und stattdessen einen Deutschlandwimpel unterschrieben.
Die Nacht verbrachten wir in einem Business-Hotel….
So, jetzt muss ich mal Pause machen! Bis demnächst… mit Teil #5
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